Corona und Immobilien: Suche nach Freiraum steigt

Seit Beginn der Pandemie versuchen mehr oder weniger seriöse Analysten und Berater, die Entwicklung des Immobilienmarktes vorherzusagen. Auch heute erscheint der Blick in die Zukunft eher dem Fachgebiet „Wahrsagerei“ anzugehören. Inzwischen kann die Rückschau  auf ein Jahr Pandemie-Immobilienmarkt einige Thesen zur Zukunft besser bewerten.

Erkenntnis 1: Der Wohnimmobilienmarkt zeigt sich weitgehend unbeeindruckt, das Preiswachstum setzt sich fort. Hier ist der befürchtete Anstieg der Insolvenzen und Scheidungsobjekte bislang ausgeblieben. Ein Grund dazu ist wohl, dass die  von der Pandemie am meisten betroffenen Arbeitsplätze von Bevölkerungsgruppen in Anspruch genommen werden, die eher unterdurchschnittlich Immobilieneigentümer sind (vgl. Grafik)

Erkenntnis 2: Die Nachfrage nach Einfamilienhäusern hat in vielen Regionen sogar zugenommen. Es ist zu vermuten, dass die Pandemiebeschränkungen das Wohnen in Eigentumswohnungen weniger attraktiv werden läßt, die Suche nach mehr Freiraum durch „eigenes Grün ums Haus“ sorgt für entsprechende Nachfrage außerhalb der größeren Städte. Schon vor der Pandemie stellten einige Marktforschungsinstitute fest, dass junge , deutschstämmige Familien die Oberzentren eher verlassen. Alleinstehende und Familien mit Migrationshintergrund ziehen dagegen eher in die Oberzentren.

 

Erkenntnis 3: Der Markt für Gewerbeimmobilien ist dagegen unter Druck geraten, insbesondere B- und Nebenlagen haben an Attraktivität verloren. So melden die Makler eine coronabedingte Zunahme des Leerstands von Gewerbeflächen in den Klein- und Mittelstädten um 25% bis 27%. Mietrückstände werden für jedes dritte Mietverhältnis gemeldet, so dass hier eher von einer weiteren Zunahme der Leerstände zu rechnen ist.

Was bringt die Zukunft?

Durch die massiven Stützungsmaßnahmen der Regierungen bleibt zu erwarten, dass die potenziellen Käufer für Wohnimmobilien ihre bisherige Bonität über die Pandemiezeit hinaus retten können. Die stärker betroffenen Bevölkerungskreise konnten bereits vor der Krise seltener eine Immobilie finanzieren. Die Zunahme der „Scheidungshäuser“ wird wohl nicht so stark ausfallen, dass sie den Nachfrageüberhang in den Speckgürteln der Oberzentren und den Kleinstädten kompensieren können.

Dagegen wird sich der Leerstand der Gewerbeimmobilien kurz- und mittelfristig nicht wesentlich verringern, vielleicht sogar noch steigen.

Nun böte sich mit dieser Situation die Umwandlung von leerstehenden Gewerbeflächen in dringend benötigten Wohnraum an. Das würde jedoch sowohl zusätzliche Investitionen und oft auch zügige und tolerante Genehmigungsverfahren erfordern. Für Investitionen benötigt es angesichts der niedrigen Bauzinsen eher den Willen der Eigentümer, vor allem aber flexible und kundenorientierte Bauverwaltungen. Gerade letzteres scheint diese Option zur Schaffung von neuem Wohnraum eher Fiktion werden zu lassen.

Die Berater von IGS Immobilien möchten diese Chance jedoch nicht verstreichen lassen. Deshalb von iGS das Angebot: Wir prüfen entsprechende Immobilien auf die Eignung zur Änderung hin zur Wohnnutzung und begleiten den kompletten Umnutzungsprozess bis zu Neuvermietung und/oder Verkauf.

(Quelle der Daten: AIZ Immobilienmagazin 4/2021, S. 34-35)


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